Dr. Peter Rawohl - Praxis für Kinderheilkunde und Jugendmedizin 05921 / 4499

Aktuelles

Kreis Emsland wird neu als Risikogebiet bzgl. FSME ausgewiesen

Im Jahre 2018 hat es im Kreis Emsland (ca. 320.000 Einwohner) 4 Fälle von FSME gegeben. Bei FSME handelt es sich um eine durch Zecken übertragene Meningitis (Hirnhautentzündung)

In der Grafschaft Bentheim hat es bisher keine erhöhten Fälle von FSME gegeben, daher gilt die Impfempfehlung auch nicht für Patienen, die ihren Wohnsitz außerhalb des Emslandes haben.

Bei 4 Erkrankungen pro Jahr, bezogen auf 320.000 Einwohner, ist auch im Emsland die Wahrscheinlichkeit, an FSME zu erkranken sehr gering. Insofern besteht kein Grund zur Panik, eine sofortige Durchimpfung aller Kinder ist nicht erforderlich. Auch wenn Sie z.B. mit ihren Kindern zum Einkaufen nach Lingen oder Meppen fahren, ist keine Ansteckung zu befürchten.

Weiterhin gilt allerdings die Empfehlung, sich gegen FSME impfen zu lassen, wenn man sich längere Zeit in FSME-Gebieten aufhält, z.B. wegen Urlaub oder aus beruflichen Gründen. Wir beraten Sie gern bei Ihrem nächsten Besuch in der Praxis.

Freder1k-Studie zur Vorbeugung von Diabetes bei Kindern

Informationen zur Freder1k-Studie – Diabetesrisiko früh erkennen und vorbeugen

Hintergrund: Typ-1-Diabetes ist eine häufige Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Eines von 300 Kindern erkrankt im Laufe seines Lebens an Diabetes Typ 1, Tendenz steigend. Leider werden die ersten Symptome meist zu spät erkannt, häufig kommen Kinder erst in Behandlung, wenn es bereits zu einer schweren und lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung gekommen ist. Wenn Kinder mit einem Diabetes-Risiko dagegen früh erkannt werden, können diese Komplikationen verhindert und die Kinder frühzeitig umfassend betreut werden.

 Wir wissen heute, dass Diabetes vor allem dann auftritt, wenn bestimmte Risikogene vorliegen. Kinder mit diesen Risikogenen und die später an Diabetes erkranken, haben meist keine Verwandten mit Diabetes. Das heißt, die Erkrankung kann jeden treffen. In der Studie wird zunächst getestet, ob Ihr Kind ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 1 hat. Das Vorhandensein von Risikogenen heißt nicht, dass Ihr Kind krank ist. Ihr Kind IST gesund. Risikogene sagen aus, dass ihr Kind im Vergleich zu anderen Kindern ein 10 Mal höheres Risiko hat, an der Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus Typ 1 zu erkranken. Falls bei Ihrem Kind keine Risikogene festgestellt werden, ist die Sache für Sie und Ihr Kind bereits erledigt.

 Was passiert, wenn bei meinem Kind Risikogene festgestellt werden?

 Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, an der Präventionsstudie POInT teilzunehmen. In dieser Studie wird untersucht, ob man der Entstehung eines Typ-1-Diabetes durch das gezielte Trainieren des Immunsystems vorbeugen kann. Erste experimentelle Studien sind bisher positiv verlaufen, d.h. es sieht so aus, als ob durch die frühzeitige Behandlung von Risikokindern das spätere Ausbrechen der Erkrankung verhindert oder zumindest deutlich verzögert werden kann. Um diese Vermutung zu bestätigen und damit in Zukunft (etwa in 10 Jahren) ein vorbeugendes Medikament zu entwickeln, sind jedoch Studien mit sehr vielen Kindern erforderlich. Daher die POInT-Studie, die derzeit in mehreren europäischen Ländern anläuft.

Teilnehmen an der Studie können nur Kinder in den ersten 3 Lebensmonaten. Falls Sie weitere Informationen wünschen, sprechen Sie uns bitte an, wir halten auch weiteres Informationsmaterial bereit.

Öffnungszeiten der Praxis

Mo, Di, Do:
8:00 - 12:00 Uhr und 14:30 - 18:00 Uhr
Mi:
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